vergleichdoch

Social & Performance

CAC (Customer Acquisition Cost)

Illustration: CAC - durchschnittliche Kosten der Kundengewinnung

Was es im Schnitt kostet, einen neuen Kunden zu gewinnen.

Der CAC, zu Deutsch die Kundenakquisekosten, gibt an, wie viel Geld du im Durchschnitt ausgibst, um einen einzigen zahlenden Kunden zu gewinnen. Berechnet wird er, indem du die gesamten Marketing- und Vertriebskosten eines Zeitraums durch die Zahl der in diesem Zeitraum neu gewonnenen Kunden teilst. Der CAC ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Performance Marketing, weil er zeigt, ob deine Kundengewinnung wirtschaftlich tragfähig ist. Erst im Verhältnis zum Kundenwert (CLV) wird er richtig aussagekräftig.

Illustration: Kundenakquisekosten als zentrale Marketing-Kennzahl

Was der CAC genau misst

Der Customer Acquisition Cost beantwortet eine sehr konkrete Frage: Was kostet es dich unterm Strich, einen neuen Kunden zu gewinnen. In die Rechnung gehören nicht nur die reinen Werbeausgaben, sondern alle Kosten, die mit der Akquise zusammenhängen - also auch Gehälter im Marketing und Vertrieb, Tools, Agenturhonorare, Rabatte und Provisionen. Diese Summe teilst du durch die Zahl der neu gewonnenen Kunden im selben Zeitraum. Ein Beispiel: Gibst du in einem Monat 10.000 Euro aus und gewinnst damit 50 Kunden, liegt dein CAC bei 200 Euro. Genau diese saubere Abgrenzung unterscheidet eine ehrliche Zahl von einer geschönten: Wer nur das Mediabudget rechnet und Personal, Tools und Provisionen weglässt, redet sich den CAC künstlich klein und trifft auf dieser Basis falsche Entscheidungen. Der CAC ist deshalb immer nur so ehrlich wie die Kostenbasis, die du hineinsteckst - und genau hier lohnt es sich, von Anfang an gründlich zu sein.

Illustration: Verhältnis von Akquisekosten und Kundenwert

CAC und CLV: warum das Verhältnis zählt

Ein CAC für sich allein sagt wenig aus - erst im Verhältnis zum Customer Lifetime Value wird er greifbar. Wenn ein Kunde dich 200 Euro in der Akquise kostet, über die gesamte Kundenbeziehung aber 800 Euro Umsatz bringt, liegt das Verhältnis bei 1 zu 4 - ein gesundes Niveau, das in vielen Branchen als Faustregel gilt. Kostet die Gewinnung dagegen mehr, als der Kunde je einbringt, verbrennst du mit jeder Akquise Geld, egal wie gut die Kampagne auf den ersten Blick aussieht. Deshalb betrachten erfahrene Marketer CAC und CLV immer gemeinsam. Genauso wichtig ist die Amortisationszeit: Wie lange dauert es, bis ein Kunde seine eigenen Akquisekosten wieder eingespielt hat. Je kürzer dieser Zeitraum, desto schneller kannst du wachsen, ohne in einen Liquiditätsengpass zu geraten.

Illustration: So senkst du deinen CAC

So senkst du deinen CAC

Es gibt zwei Hebel, um den CAC zu verbessern: weniger ausgeben oder mehr aus dem vorhandenen Traffic herausholen. Der zweite Weg ist meist der nachhaltigere und oft auch der schnellere. Eine bessere Conversion-Rate auf Landingpages senkt den CAC direkt, weil aus denselben Klicks mehr Kunden werden, ohne dass du einen Cent mehr für Werbung ausgibst. Auch eine präzisere Zielgruppenansprache, sauberes Retargeting und das konsequente Ausschalten verschwendeter Werbeausgaben helfen spürbar. Organische Kanäle wie SEO und Content-Marketing wirken langfristig wie ein CAC-Dämpfer, weil sie nach dem Aufbau dauerhaft Kunden bringen, ohne dass pro Klick gezahlt wird. Wichtig ist, den CAC pro Kanal zu betrachten: Oft schleppt ein günstiger Kanal einen teuren mit, und erst die Aufschlüsselung zeigt, wo dein Geld wirklich effizient arbeitet und wo es nur verbrennt. Ein guter Mix aus bezahlten und organischen Kanälen macht den CAC über die Zeit stabiler und unabhängiger von steigenden Werbepreisen.

Illustration: Typische Fehler bei der CAC-Berechnung

Typische Fehler bei der CAC-Berechnung

Der häufigste Fehler ist eine unvollständige Kostenbasis: Wer nur das Werbebudget rechnet und Personal, Tools, Rabatte oder Vertriebsprovisionen ignoriert, erhält einen viel zu niedrigen CAC und überschätzt die eigene Effizienz. Ein zweiter Stolperstein ist die zeitliche Zuordnung. Werbung wirkt oft verzögert, sodass die Ausgaben eines Monats erst Wochen später zu Kunden führen - vergleichst du beide Zahlen strikt im selben Monat, entstehen verzerrte Werte. Auch der Mischwert über alle Kanäle täuscht, wenn ein einzelner günstiger Kanal das Gesamtbild schönt. Achte deshalb auf eine klare Methodik und halte sie konstant, damit der CAC über die Zeit vergleichbar bleibt. Wenn dir eine Agentur einen verdächtig niedrigen CAC präsentiert, frag konkret nach, welche Kosten enthalten sind - genau hier trennt sich seriöses Reporting von Schönfärberei.

Du suchst eine passende Agentur?CAC vergleichen

Verwandte Begriffe

Agentur gesucht? Vergleich doch.

Geprüfte Agenturen neutral vergleichen, kostenlos und ohne bezahlte Platzierung.

Weitere Begriffe im Lexikon