SEO & Web
Ankertext

Der klickbare, sichtbare Text eines Links.
Der Ankertext ist der sichtbare, anklickbare Text eines Links, also die Wörter, die im Browser meist unterstrichen und farbig hervorgehoben sind. Er sagt Nutzern und Suchmaschinen, was sie auf der verlinkten Seite erwartet, und ist damit ein wichtiges Signal für die Relevanz des Links. Ein gut gewählter Ankertext beschreibt das Ziel präzise, ohne aus dem Zusammenhang gerissen zu wirken. Sowohl bei internen Links als auch bei Backlinks beeinflusst er, wie eine Zielseite thematisch eingeordnet wird.

Was ein Ankertext ist
Der Ankertext, auch Linktext oder Anchortext genannt, ist der sichtbare Teil eines Links, auf den du tatsächlich klickst. Steht in einem Text etwa "hier findest du unseren Ratgeber" und sind die Wörter "unseren Ratgeber" verlinkt, dann ist genau das der Ankertext. Er erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig: Für Menschen gibt er einen Hinweis darauf, wohin der Link führt und was sie dort erwartet, für Suchmaschinen liefert er ein inhaltliches Signal über das Thema der Zielseite. Schon früh hat Google den Ankertext als Hinweis genutzt, um Seiten thematisch einzuordnen, selbst Seiten, die das Wort selbst gar nicht enthalten. Deshalb ist der Ankertext weit mehr als reine Kosmetik: Er ist ein kleiner, aber wirksamer Baustein sowohl der internen Verlinkung als auch des Backlink-Aufbaus und gehört damit fest zur OnPage-Optimierung.

Welche Arten von Ankertexten es gibt
In der SEO unterscheidet man mehrere Typen von Ankertexten. Der exakte Match enthält genau das Ziel-Keyword, etwa "SEO Agentur". Der Teil-Match umfasst das Keyword in einem größeren Zusammenhang, zum Beispiel "erfahrene SEO Agentur aus Berlin". Daneben gibt es Marken-Anker, die schlicht den Firmennamen nutzen, sowie generische Anker wie "hier klicken" oder "mehr erfahren". Auch die nackte URL selbst kann als Ankertext dienen. Jeder Typ sendet ein anderes Signal: Exakte Keywords sind stark, wirken in großer Menge aber schnell unnatürlich. Eine gesunde Mischung über das gesamte Linkprofil hinweg ist deshalb entscheidend. Welche Begriffe sich überhaupt anbieten, ergibt sich aus einer sauberen Keyword-Recherche, denn sinnvolle Ankertexte greifen genau die Formulierungen auf, nach denen deine Zielgruppe tatsächlich sucht.

Ankertexte bei Backlinks und das Risiko der Übertreibung
Besonders heikel wird der Ankertext beim externen Linkaufbau. Wer viele Backlinks mit immer demselben, exakt passenden Keyword als Ankertext aufbaut, erzeugt ein Muster, das in natürlich gewachsenen Linkprofilen praktisch nie vorkommt. Google erkennt solche Übertreibungen und kann sie als Manipulationsversuch werten, was im schlimmsten Fall zu einer Abstrafung führt. Natürlich verlinken Menschen nämlich höchst unterschiedlich: mal mit dem Markennamen, mal mit der URL, mal mit einem ganzen Satz. Ein gesundes Profil spiegelt diese Vielfalt wider und besteht nur zu einem kleinen Teil aus exakten Keyword-Ankern. Wer hier zu aggressiv vorgeht, riskiert genau das Gegenteil des Gewünschten. Deshalb gehört ein durchdachter, zurückhaltender Umgang mit Ankertexten zu den wichtigsten Regeln eines nachhaltigen Linkaufbaus, der eher auf dofollow vs. nofollow und Qualität als auf reine Keyword-Dichte achtet.

Ankertexte bei der internen Verlinkung
Während du bei Backlinks selten Einfluss auf den genauen Ankertext hast, hast du ihn bei der internen Verlinkung vollständig in der Hand. Genau hier liegt eine oft unterschätzte Chance: Mit beschreibenden, sinnvollen Linktexten zwischen deinen eigenen Seiten hilfst du Suchmaschinen zu verstehen, welche Seite zu welchem Thema gehört, und führst Besucher gezielt tiefer in dein Angebot. Statt überall "hier klicken" zu verwenden, lohnt es sich, den Ankertext am Inhalt der Zielseite auszurichten, etwa "unser Ratgeber zur Agentursuche". So verteilst du nebenbei Relevanz auf deine wichtigsten Unterseiten und stärkst sie thematisch. Anders als beim externen Linkaufbau ist hier sogar ein klar keyword-orientierter Ankertext unproblematisch, solange er natürlich lesbar bleibt. Eine durchdachte interne Verlinkung mit guten Ankertexten gehört damit zu den wirkungsvollsten und zugleich günstigsten Hebeln, die du komplett selbst steuern kannst.
Ankertexte und die Wahl der richtigen Agentur
Der Umgang mit Ankertexten verrät viel über die Arbeitsweise einer SEO- oder Linkbuilding-Agentur. Seriöse Anbieter setzen auf ein natürliches, vielfältiges Ankertext-Profil und warnen ausdrücklich vor dem aggressiven Aufbau exakter Keyword-Anker, der schnell nach hinten losgeht. Wenn dir jemand hunderte Links mit demselben Wunsch-Keyword verspricht, ist das ein deutliches Warnsignal. Frag im Gespräch, wie die Agentur die Verteilung der Ankertexte plant und wie sie ein natürliches Profil sicherstellt. Genauso lohnt der Blick auf die interne Verlinkung, denn eine gute Agentur optimiert nicht nur fremde Verweise, sondern auch die Linktexte innerhalb deiner Seite. Da Linkaufbau besonders anfällig für unseriöse Praktiken ist, hilft dir ein neutraler Vergleich von Anbietern, Bewertungen und Methodik dabei, eine Agentur zu finden, die nachhaltig statt riskant arbeitet.
Verwandte Begriffe
Geprüfte Anbieter neutral vergleichen, kostenlos und ohne bezahlte Platzierung.
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