Marketing
Klickrate

Der Anteil der Empfänger, die auf einen Link in einer E-Mail geklickt haben.
Die Klickrate misst, wie viele Empfänger nach dem Öffnen tatsächlich auf einen Link in der E-Mail geklickt haben. Sie ist die ehrlichere Kennzahl als die reine Öffnung, weil ein Klick echtes Interesse zeigt und nicht nur Neugier auf den Betreff. Im E-Mail-Marketing wird sie meist als Click-to-Open-Rate angegeben, also Klicks bezogen auf die Öffnungen. Eine hohe Klickrate ist das Bindeglied zwischen einer geöffneten Mail und einer späteren Conversion auf der Website.

Klickrate richtig verstehen
Bei der Klickrate musst du zwei Lesarten auseinanderhalten. Die klassische Klickrate setzt die Klicks ins Verhältnis zu allen zugestellten Mails. Die Click-to-Open-Rate dagegen bezieht die Klicks nur auf die Empfänger, die überhaupt geöffnet haben - sie misst also die Qualität des Mail-Inhalts unabhängig vom Betreff. Beide Werte sind nützlich, erzählen aber unterschiedliche Geschichten. Eine schwache Click-to-Open-Rate sagt dir: Der Betreff hat gezogen, aber der Inhalt hielt das Versprechen nicht. Für ein faires Bild solltest du immer angeben, welche Variante du meinst, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen. Anders als die leicht störanfällige Öffnungsrate ist die Klickrate technisch robuster, weil ein Klick eine klare Handlung ist und nicht von vorgeladenen Bildern verfälscht wird.

Was die Klickrate hochtreibt
Geklickt wird, wenn der Inhalt relevant ist und die nächste Aktion einladend wirkt. Drei Hebel sind entscheidend: ein klarer Call-to-Action, ein gut sichtbarer Button und eine Botschaft, die zum richtigen Empfänger passt. Eine E-Mail mit fünf konkurrierenden Links zerstreut die Aufmerksamkeit - oft funktioniert ein einziger, deutlicher Button besser. Der Knopf sollte verraten, was passiert, also lieber Tarif ansehen statt nur Hier klicken. Den größten Sprung bringt aber die Relevanz: Eine passgenaue Botschaft an ein sauber gewähltes Segment schlägt jede Gestaltung. Schickst du allen dasselbe, klicken nur die, die zufällig passen. Genau hier zahlt sich eine saubere Segmentierung der Liste aus, weil der Empfänger das Gefühl bekommt, die Mail sei für ihn gemacht. Wer seine Kontakte nach Interesse, Kaufphase oder Verhalten gruppiert, spielt nicht mehr eine Botschaft an alle aus, sondern die jeweils passende an die richtige Gruppe - und genau das hebt die Klickrate spürbar.

Klickrate als Brücke zur Conversion
Ein Klick ist noch kein Kauf, aber der Schritt davor. Deshalb betrachtest du die Klickrate nie allein, sondern als Glied einer Kette: Zustellung, Öffnung, Klick, Conversion. Bricht die Reise nach dem Klick ab, liegt das selten an der Mail und meist an der Zielseite. Eine Landingpage, die das Versprechen der E-Mail nicht einlöst, verbrennt jeden hart erarbeiteten Klick. Achte deshalb darauf, dass der Button auf eine Seite führt, die exakt zum Thema der Mail passt und nicht auf eine allgemeine Startseite. Im Funnel gedacht ist die Klickrate der Moment, in dem aus passivem Interesse eine aktive Bewegung wird. Wer diese Übergabe sauber gestaltet, holt aus derselben E-Mail-Liste deutlich mehr heraus, ohne einen einzigen Empfänger zusätzlich gewinnen zu müssen.

Klickrate testen und im Reporting nutzen
Wie bei den anderen E-Mail-Kennzahlen gilt: Vergleich schlägt Bauchgefühl. Über A/B-Tests prüfst du, ob ein Text-Button besser zieht als ein farbiger, ob eine kürzere Mail mehr Klicks bringt oder welche Position der Call-to-Action am besten wirkt. Wichtig ist, immer nur eine Sache gleichzeitig zu testen, sonst weißt du am Ende nicht, was den Unterschied gemacht hat. Im Reporting gehört die Klickrate zu den festen E-Mail-KPIs und wird über mehrere Versände hinweg betrachtet, weil einzelne Ausgaben schwanken. Eine Online-Marketing-Agentur nutzt diese Daten, um Inhalte Schritt für Schritt zu schärfen, statt jede Mail neu zu erfinden. So wird aus einer Sammlung einzelner Aussendungen ein lernendes System, das mit jeder Ausgabe ein Stück besser wird.
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