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Agentur wechseln 2026: Ablauf, Checkliste & Übergabe

Illustration: Wechsel von einer Agentur zur nächsten Schritt für Schritt

Die Zusammenarbeit läuft nicht mehr rund, die Ergebnisse stagnieren oder die Kommunikation hakt - und du überlegst, die Agentur zu wechseln. Ein Wechsel ist machbar, kostet aber Nerven, wenn du ihn unvorbereitet angehst. Hier bekommst du den kompletten Ablauf, eine Übergabe-Checkliste und die häufigsten Stolperfallen, damit Zugänge, Daten und Rankings nicht verloren gehen.

Illustration: Gründe abwägen, ob ein Agenturwechsel sinnvoll ist

Wann ein Wechsel wirklich Sinn ergibt

Bevor du wechselst, prüfe ehrlich, ob das Problem an der Agentur liegt oder an unklaren Erwartungen auf deiner Seite. Typische gute Gründe sind ausbleibende Ergebnisse über viele Monate trotz sauberer Voraussetzungen, schlechte Erreichbarkeit, intransparentes Reporting oder eine Agentur, die deine Branche nicht versteht. Schwache Gründe sind dagegen einzelne schlechte Monate, ein einmaliges Missverständnis oder unrealistische Wünsche, die nie vereinbart waren. Führe vorher ein offenes Gespräch und benenne konkret, was sich ändern muss. Manchmal reicht das, um die Zusammenarbeit zu retten, und du sparst dir die Kosten und die Anlaufzeit eines kompletten Wechsels. Bleibt es nach so einem Gespräch beim Stillstand, ist der Wechsel die richtige Entscheidung.

Die richtige Reihenfolge: erst suchen, dann kündigen

Der häufigste Fehler ist, im Affekt zu kündigen und dann ohne Partner dazustehen. Plane den Wechsel überlappend: Suche und beauftrage die neue Agentur, bevor du die alte kündigst, damit keine Lücke in der Betreuung entsteht. Achte zuerst auf die Kündigungsfrist in deinem Vertrag, denn viele Agenturverträge haben Laufzeiten von zwölf Monaten und Fristen von drei Monaten zum Laufzeitende. Prüfe deshalb früh, was in deinem Agenturvertrag zu Laufzeit und Kündigung steht. Parallel sammelst du alle Zugänge und Daten ein. So kann die neue Agentur nahtlos übernehmen, sobald die alte ausläuft, und deine laufenden Kampagnen werden nicht unterbrochen.

Illustration: Checkliste für die Übergabe von Zugängen und Daten beim Agenturwechsel

Die Übergabe-Checkliste: Zugänge, Daten und Rechte

Damit nichts verloren geht, sicherst du dir vor dem Wechsel die wichtigsten Bausteine. Dazu gehören die Administratorrechte für deine Website, dein Hosting und deinen Domainprovider, die Eigentümerrechte an Google Ads, Google Analytics und der Search Console sowie die Zugänge zu allen Social-Media-Konten. Bestehe darauf, dass diese Konten auf deinen Namen laufen und nicht der Agentur gehören. Lass dir außerdem alle erstellten Inhalte, Designdateien, Kampagnenstrukturen und Reportings als Export geben. Kläre die Nutzungsrechte an Texten, Bildern und Code, damit du sie weiterverwenden darfst. Eine saubere Liste aller Tools und Lizenzen verhindert, dass du nach dem Wechsel plötzlich ohne wichtige Werkzeuge dastehst.

Illustration: Auswahl und Einarbeitung der neuen Agentur nach dem Wechsel

Die neue Agentur sauber auswählen und einarbeiten

Beim zweiten Anlauf weißt du genauer, was du brauchst, und solltest die Auswahl deshalb gründlicher angehen als beim ersten Mal. Erstelle ein klares Briefing, das auch beschreibt, was bei der alten Agentur nicht funktioniert hat, damit der neue Partner gezielt darauf eingeht. Hol dir zwei bis drei Angebote ein und vergleiche nicht nur den Preis, sondern auch das Vorgehen und die Referenzen. Wie du dabei systematisch vorgehst, zeigt dir unser Ratgeber zum Thema die richtige Agentur finden. Plane eine Einarbeitungsphase von vier bis sechs Wochen ein, in der die neue Agentur den Status quo analysiert. Diese Anlaufzeit ist normal und kein Zeichen für mangelnde Kompetenz.

Risiken minimieren: Rankings, Kampagnen und Wissen sichern

Ein Wechsel birgt das Risiko, dass über Jahre aufgebautes Wissen verloren geht. Sichere deshalb die Dokumentation: bisherige Strategien, getestete Kampagnen, Erkenntnisse aus A-B-Tests und die Historie deiner Rankings. Bei laufenden Google-Ads-Kampagnen vereinbarst du einen Stichtag, ab dem die neue Agentur übernimmt, statt mitten im Monat umzuschalten. Beobachte in den ersten Wochen nach dem Wechsel deine wichtigsten Kennzahlen besonders genau, um Einbrüche früh zu erkennen. Plane ein Übergabegespräch zwischen alter und neuer Agentur ein, falls das Verhältnis es zulässt, denn das spart enorm viel Anlaufzeit. So bleibt der Schaden gering und die neue Zusammenarbeit startet auf solider Basis.

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Häufige Fragen

Von der Entscheidung bis zur vollständigen Übergabe solltest du realistisch zwei bis vier Monate einplanen. Das hängt vor allem von der Kündigungsfrist deines bestehenden Vertrags ab, die oft drei Monate zum Laufzeitende beträgt. Die reine Einarbeitung der neuen Agentur dauert danach meist vier bis sechs Wochen.

Die Konten sollten immer dir gehören, nicht der Agentur. Achte schon bei der Einrichtung darauf, dass du Eigentümer von Google Ads, Analytics und der Search Console bist und der Agentur nur Zugriff gibst. Läuft ein Konto auf die Agentur, verlierst du beim Wechsel im schlimmsten Fall die komplette Historie.

Nicht zwangsläufig. Deine Rankings hängen an deiner Website, nicht an der Agentur. Riskant wird es nur, wenn während des Wechsels eine Betreuungslücke entsteht oder Wissen verloren geht. Mit überlappender Planung und sauberer Datenübergabe lässt sich das Risiko stark begrenzen.

Nein. Suche und beauftrage zuerst die neue Agentur und kündige die alte erst dann, idealerweise mit Überlappung. So vermeidest du eine Lücke in der Betreuung, in der Kampagnen unbeaufsichtigt laufen oder wichtige Aufgaben liegen bleiben.

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