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Google-Ads-Budget richtig planen: so viel solltest du einplanen

Illustration: Google-Ads-Budget richtig planen und berechnen

Wie viel Budget brauchst du für Google Ads? Die ehrliche Antwort lautet: so viel, wie nötig, um genug Conversions für eine verlässliche Aussage zu sammeln, und so wenig, dass es wirtschaftlich bleibt. Statt einer Pauschalzahl bekommst du hier einen klaren Rechenweg, der vom Ziel rückwärts zum Tagesbudget führt, plus realistische Richtwerte und die häufigsten Denkfehler.

Warum es kein pauschales Richtbudget gibt

Wer dir eine feste Zahl als ideales Google-Ads-Budget nennt, rät meist ins Blaue. Dein Bedarf hängt von drei Dingen ab: dem Klickpreis in deiner Branche, deiner Conversion-Rate und dem Wert, den dir ein neuer Kunde bringt. Ein Klick in einer umkämpften B2B-Nische kann zehn Euro kosten, ein lokaler Suchbegriff vielleicht achtzig Cent, ein Unterschied vom Zwölffachen. Genauso macht es einen riesigen Unterschied, ob aus zwanzig oder aus hundert Klicks eine Anfrage wird. Und ein Kunde, der dir tausend Euro Umsatz bringt, rechtfertigt ein ganz anderes Budget als einer, der zwanzig Euro zahlt. Deshalb ist der bessere Ansatz, nicht mit einer Wunschzahl zu starten, sondern vom Ziel rückwärts zu rechnen. So weißt du vorab, ob dein Budget überhaupt ausreicht, um eine belastbare Aussage zu treffen, oder ob du nur Geld in einen zu kleinen Test steckst, der dir am Ende keine verwertbaren Daten liefert.

Illustration: Rechenweg vom Ziel zum Google-Ads-Tagesbudget

Vom Ziel rückwärts: der einfache Rechenweg

Rechne in vier Schritten. Erstens: Wie viele Anfragen oder Käufe willst du pro Monat erreichen? Zweitens: Wie viele Klicks brauchst du dafür, also Ziel geteilt durch deine Conversion-Rate? Bei zwanzig gewünschten Anfragen und einer Conversion-Rate von vier Prozent sind das fünfhundert Klicks. Drittens: Multipliziere die Klicks mit deinem geschätzten Klickpreis. Bei zwei Euro pro Klick ergibt das tausend Euro im Monat. Viertens: Teile das durch dreißig, dann hast du dein Tagesbudget von rund dreiunddreißig Euro. Kennst du deine Conversion-Rate noch nicht, nimm vorsichtig zwei bis drei Prozent an und korrigiere nach den ersten Wochen mit echten Zahlen. Deinen Klickpreis schätzt du über den Keyword-Planer von Google oder über Erfahrungswerte deiner Branche. Diese Rechnung ist keine Garantie, aber sie zeigt dir sofort, ob dein Wunschbudget realistisch ist. So wird aus einer Bauchzahl ein nachvollziehbarer Plan, den du jederzeit anpassen kannst.

Illustration: realistische Google-Ads-Budget-Richtwerte nach Branche

Realistische Richtwerte nach Branche und Ziel

Als grobe Orientierung: Lokale Dienstleister kommen oft mit 500 bis 1.500 Euro Werbebudget im Monat aus, weil die Klickpreise niedriger und die Reichweite örtlich begrenzt ist. Der breite Mittelstand und kleinere Onlineshops bewegen sich häufig bei 1.500 bis 5.000 Euro, je nach Sortiment und Wettbewerb. In stark umkämpften Branchen wie Versicherungen, Recht oder vielen B2B-Feldern beginnt ernsthaftes Testen oft erst ab 3.000 bis 5.000 Euro, weil einzelne Klicks teuer sind und du sonst zu wenige Datenpunkte sammelst. Diese Zahlen sind bewusst breit, denn sie hängen stark von deiner konkreten Situation ab. Entscheidend ist die Untergrenze: Wenn dein Budget nicht reicht, um pro Monat mindestens etwa dreißig Conversions zu erzielen, fehlen dir verlässliche Daten und auch Smart Bidding lernt nur langsam. Lieber wenige Kampagnen mit genug Budget als viele mit zu wenig, die alle im Datenmangel stecken bleiben.

Illustration: Google-Ads-Budget verteilen und über die Zeit steuern

Budget verteilen und über die Zeit steuern

Verteile dein Budget nicht mit der Gießkanne über alle Kampagnen gleich. Stecke den größten Teil in die Kampagnen mit der höchsten Suchintention, also Begriffe, bei denen Menschen kurz vor einer Entscheidung stehen und schnell zum Kunden werden. Markenbegriffe, bei denen jemand gezielt nach deinem Namen sucht, sind meist günstig und lohnen fast immer. In den ersten Wochen solltest du dein Budget bewusst etwas höher ansetzen, damit das System schneller genug Daten zum Lernen bekommt. Danach verschiebst du laufend Budget weg von Kampagnen mit schlechtem ROAS hin zu den profitablen. Plane saisonale Schwankungen ein, etwa deutlich höhere Budgets im Weihnachtsgeschäft oder zu Aktionszeiten. Wichtig ist, dass du anhand der Kosten pro Conversion entscheidest und nicht anhand des Bauchgefühls, welche Anzeige dir persönlich am besten gefällt. Die Zahlen sagen dir verlässlicher, wo dein Geld am meisten bringt.

Häufige Budget-Fehler, die Geld kosten

Der teuerste Fehler ist ein zu kleines Budget über zu kurze Zeit: Mit zwei Wochen und fünfzig Klicks lässt sich nichts Belastbares ableiten, das Geld ist trotzdem weg. Genauso problematisch ist, das Budget über zu viele Kampagnen und Keywords zu zerstäuben, sodass keine einzelne genug Daten sammelt, um sinnvoll optimiert zu werden. Viele vergessen außerdem, ausschließende Suchbegriffe zu pflegen, und zahlen so dauerhaft für irrelevante Klicks, die nie zu einem Auftrag führen. Auch wer das Budget täglich nervös rauf- und runterregelt, stört das Lernen des Systems und macht die Ergebnisse unberechenbar. Ein weiterer Klassiker ist, das ganze Budget gleichmäßig über den Tag zu verteilen, obwohl deine Kunden vielleicht nur abends suchen. Und schließlich planen viele nur das Werbebudget, vergessen aber die Betreuungskosten oder den eigenen Zeitaufwand. Plane beides zusammen, dann triffst du eine ehrliche Entscheidung über die Wirtschaftlichkeit.

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Häufige Fragen

Eine harte Untergrenze gibt es nicht, aber sinnvoll testen kannst du meist ab etwa 500 Euro im Monat. Entscheidend ist, dass dein Budget reicht, um pro Monat genug Conversions für eine verlässliche Aussage zu sammeln, idealerweise rund dreißig. In teuren Branchen mit hohen Klickpreisen liegt diese Schwelle deutlich höher.

Rechne vom Ziel rückwärts: Teile deine gewünschten Conversions durch die Conversion-Rate, das ergibt die nötigen Klicks. Multipliziere die Klicks mit dem geschätzten Klickpreis, das ist dein Monatsbudget. Geteilt durch dreißig erhältst du das Tagesbudget. Diese Schätzung verfeinerst du, sobald echte Daten aus den ersten Wochen vorliegen.

Ja, in der Startphase ist ein etwas höheres Budget oft sinnvoll, weil das System schneller genug Daten zum Lernen bekommt. Sobald die Kampagne stabil läuft und du erkennst, was funktioniert, kannst du das Budget gezielt auf die profitablen Kampagnen umschichten und ineffiziente Bereiche zurückfahren.

Nein, das solltest du sauber trennen. Dein Werbebudget fließt an Google für die Klicks, das Agenturhonorar bezahlt die Betreuung und Optimierung. Plane beides zusammen, wenn du die Wirtschaftlichkeit beurteilst, denn nur die Summe aus Werbebudget und Betreuungskosten zeigt dir die echten Gesamtkosten pro Conversion.

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