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Was kostet ein Steuerberater? StBVV & Preise 2026

Abstrakte Grafik zur Kostenberechnung eines Steuerberaters nach StBVV

Die Frage nach den Steuerberaterkosten lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten, denn die Gebühren richten sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) und deinem persönlichen Gegenstandswert. Hier erfährst du, wie sich die Preise 2026 zusammensetzen, mit welchen Spannen du für die häufigsten Leistungen rechnen musst und wie du Angebote sauber gegenüberstellst.

Illustration: Wonach sich die Kosten richten: die StBVV

Wonach sich die Kosten richten: die StBVV

Steuerberater rechnen in Deutschland grundsätzlich nach der Steuerberatervergütungsverordnung ab, kurz StBVV. Diese Verordnung legt für viele Leistungen keinen festen Preis fest, sondern einen Rahmen: Ausgangspunkt ist der sogenannte Gegenstandswert (etwa deine Einkünfte oder dein Umsatz), auf den eine volle Gebühr entfällt. Innerhalb eines Zehntelsatzes zwischen einem Mindest- und Höchstwert bestimmt der Berater, welchen Bruchteil dieser Gebühr er ansetzt. Deshalb kann dieselbe Steuererklärung bei zwei Kanzleien unterschiedlich viel kosten, obwohl beide korrekt nach StBVV abrechnen. Genau darum lohnt es sich, mehrere Angebote einzuholen und die angesetzten Zehntelsätze zu vergleichen, statt nur auf die Endsumme zu schauen.

Abstrakte Darstellung der Preisspannen für eine Einkommensteuererklärung

Preise für die private Einkommensteuererklärung

Für eine private Einkommensteuererklärung liegt der Gegenstandswert meist bei der Summe deiner Einkünfte, mindestens 8.000 Euro. Bei einem Angestellten mit rund 40.000 Euro Jahreseinkommen kostet die Erklärung 2026 meist zwischen 200 und 550 Euro, je nach Zehntelsatz und Komplexität. Kommen Vermietung, Kapitalerträge oder Auslandseinkünfte dazu, steigen sowohl Gegenstandswert als auch Aufwand, sodass 600 bis 900 Euro realistisch sind. Wer nur Arbeitslohn hat, fährt oft mit einem Lohnsteuerhilfeverein günstiger. Hol dir am besten zwei bis drei Angebote und lass dir aufschlüsseln, welcher Gegenstandswert und welcher Satz angesetzt werden.

Buchhaltung, Lohn und Jahresabschluss

Bei Unternehmen und Selbstständigen entstehen die größten Posten in der laufenden Betreuung. Die monatliche Finanzbuchhaltung kostet 2026 meist zwischen 80 und 300 Euro, abhängig von der Zahl der Belege und dem Umsatz. Die Lohnabrechnung schlägt oft mit 10 bis 25 Euro je Mitarbeiter und Monat zu Buche. Der Jahresabschluss ist der teuerste Einzelposten und liegt je nach Bilanzsumme häufig zwischen 800 und 3.000 Euro, bei größeren Betrieben deutlich mehr. Weil hier über das Jahr hohe Summen zusammenkommen, ist ein sauberer Angebotsvergleich besonders wertvoll. Frag konkret nach den Pauschalen und den Belegmengen, die darin enthalten sind.

Grafik zu Pauschale, Stundensatz und Zeithonorar beim Steuerberater

Pauschale, Stundensatz oder Zeithonorar

Nicht jede Leistung wird nach Gegenstandswert abgerechnet. Für Beratungsgespräche, betriebswirtschaftliche Auswertungen oder Sonderfälle nutzen Kanzleien oft ein Zeithonorar. Der Stundensatz liegt 2026 meist zwischen 100 und 250 Euro, in spezialisierten Kanzleien auch höher. Für wiederkehrende Leistungen bieten viele Berater Pauschalen an, was die Kosten planbar macht. Beide Modelle haben Vor- und Nachteile: Pauschalen geben Sicherheit, Zeithonorare sind bei geringem Aufwand günstiger. Lass dir bei jedem Angebot klar sagen, welche Leistung nach StBVV, welche pauschal und welche nach Stunden abgerechnet wird, damit du die Zahlen wirklich vergleichen kannst.

So senkst du deine Steuerberaterkosten

Du hast mehr Einfluss auf die Rechnung, als du denkst. Der größte Hebel ist gute Vorarbeit: Wer Belege sortiert, digital und vollständig übergibt, spart dem Berater Zeit und damit dir Geld. Eine ordentliche Buchhaltungssoftware oder ein klar strukturierter Belegordner reduzieren den Aufwand spürbar. Kläre außerdem vorab, welche Leistungen du wirklich brauchst und welche du selbst übernehmen kannst, etwa die laufende Belegerfassung. Ein Vergütungsvereinbarung mit fester Pauschale schützt vor Überraschungen. Und schließlich lohnt der Vergleich mehrerer Kanzleien: Die Bandbreite bei gleichem Leistungsumfang ist real, deshalb solltest du dir zwei bis drei Angebote einholen und neutral gegenüberstellen.

Angebote richtig vergleichen

Ein reiner Preisvergleich führt in die Irre, wenn die Leistungen nicht deckungsgleich sind. Achte deshalb auf den Leistungsumfang: Sind Jahresabschluss, Umsatzsteuervoranmeldung und betriebswirtschaftliche Auswertung enthalten oder werden sie extra berechnet? Wie viele Belege deckt eine Pauschale ab? Ab wann greift ein Zusatzhonorar? Frag nach der Erreichbarkeit und ob Rückfragen im Preis inbegriffen sind. Erst wenn diese Punkte klar sind, sagt die Endsumme etwas aus. Über unser Verzeichnis kannst du Steuerberater neutral vergleichen und mehrere Kanzleien anfragen, ohne dass Bezahlung die Reihenfolge beeinflusst. So findest du das Angebot, das zu deinem Fall passt, nicht nur das mit dem niedrigsten Lockpreis.

Passende Anbieter vergleichen

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Häufige Fragen

Für eine private Einkommensteuererklärung zahlst du 2026 meist zwischen 200 und 550 Euro, bei zusätzlichen Einkünften aus Vermietung oder Kapital eher 600 bis 900 Euro. Die genaue Höhe richtet sich nach dem Gegenstandswert (deinen Einkünften) und dem Zehntelsatz nach StBVV. Weil beide Kanzleien innerhalb des gesetzlichen Rahmens unterschiedlich ansetzen dürfen, lohnt es sich, zwei bis drei Angebote einzuholen und die Sätze zu vergleichen.

Teilweise. Die Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) gibt einen Rahmen mit Mindest- und Höchstsätzen vor, aber keinen festen Endpreis. Innerhalb dieses Rahmens bestimmt der Berater den konkreten Zehntelsatz selbst. Für Leistungen außerhalb der StBVV, etwa reine Beratung, sind auch freie Honorarvereinbarungen zulässig. Dieselbe Leistung kann deshalb je nach Kanzlei unterschiedlich viel kosten, weshalb ein Angebotsvergleich sinnvoll ist.

Die monatliche Finanzbuchhaltung liegt 2026 meist zwischen 80 und 300 Euro, abhängig von Umsatz und Belegmenge. Kommt die Lohnabrechnung hinzu, rechnest du oft mit 10 bis 25 Euro je Mitarbeiter und Monat. Wer Belege sauber vorsortiert und digital übergibt, senkt den Aufwand und damit die Rechnung. Frag beim Angebot konkret nach, wie viele Belege eine Pauschale abdeckt und ab wann ein Zusatzhonorar greift.

Ja, aber nur den betrieblich oder beruflich veranlassten Teil. Kosten für die Ermittlung von Einkünften, etwa aus Gewerbe, Vermietung oder nichtselbstständiger Arbeit, sind als Betriebsausgaben oder Werbungskosten absetzbar. Der private Anteil, etwa für den Mantelbogen oder Sonderausgaben, ist seit 2006 nicht mehr abziehbar. Viele Berater weisen den absetzbaren Anteil auf der Rechnung aus, sodass du ihn direkt in der nächsten Erklärung ansetzen kannst.

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