Was kostet eine Gebäudereinigung? Preise und Kostenfaktoren 2026

Du willst dein Büro, dein Treppenhaus oder dein Gewerbeobjekt reinigen lassen und fragst dich, was das realistisch kostet. Die Spanne ist groß, weil "Gebäudereinigung" vom täglichen Wischen bis zur einmaligen Grundreinigung alles meint. Wir zeigen dir die üblichen Preismodelle, die Faktoren dahinter und wie du Angebote fair vergleichst, damit du nicht auf ein Lockangebot hereinfällst, das später teurer wird.
Die kurze Antwort: Stundensatz oder Quadratmeterpreis
Zwei Abrechnungsmodelle sind üblich. Beim Stundenverrechnungssatz zahlst du meist 28 bis 45 Euro pro Reinigungskraft und Stunde. Das klingt hoch, deckt aber weit mehr als den reinen Lohn ab: der Branchenmindestlohn ist nur die Untergrenze, dazu kommen Material, Anfahrt, Betriebshaftpflicht, Urlaubs- und Krankheitsvertretung sowie Verwaltung. Das zweite Modell rechnet nach Fläche ab, also pro Quadratmeter, und eignet sich gut für klar umrissene Aufträge wie Glas- oder Grundreinigung. Angebote deutlich unter 28 Euro pro Stunde solltest du kritisch prüfen, denn eine saubere Kalkulation mit angemeldetem, fair bezahltem Personal geht darunter selten auf. Welches Modell für dich günstiger ist, hängt davon ab, ob du regelmäßige Unterhaltsreinigung oder eine einmalige Aktion brauchst.
Reinigungsarten: Unterhalt, Grund, Glas und Bau
Der Preis hängt stark davon ab, welche Leistung du buchst. Die Unterhaltsreinigung ist die laufende Pflege, also Böden wischen, Sanitär, Papierkörbe, Staub, und wird nach Frequenz und Fläche kalkuliert, oft im monatlichen Pauschalpreis. Die Grundreinigung ist die intensive Tiefenreinigung ein- bis zweimal im Jahr, inklusive Einpflegen der Böden, und liegt als Richtwert bei etwa 3 bis 6 Euro pro Quadratmeter. Die Glasreinigung wird nach Glasfläche berechnet und kostet meist 2 bis 6 Euro pro Quadratmeter, je nach Erreichbarkeit und Rahmen. Die Baureinigung nach Umbau oder Neubau ist ein Sonderfall mit höherem Aufwand und wird individuell kalkuliert. Wenn du ein Angebot einholst, sag klar, welche dieser Arten du meinst, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Was den Preis wirklich treibt
Drei Faktoren bestimmen die Kosten am stärksten. Die Fläche ist offensichtlich, aber die Frequenz entscheidet fast noch mehr: tägliche Reinigung eines Büros ist pro Monat teurer, senkt aber den Preis pro Einsatz, weil die Wege sich lohnen. Der Bodenbelag ist der unterschätzte Hebel, denn ein pflegeleichtes PVC ist schnell gemacht, während Naturstein, Parkett oder strukturierte Fliesen mehr Zeit und Spezialmittel brauchen. Dazu kommen Verschmutzungsgrad, Anzahl der Sanitärräume, Erreichbarkeit der Fenster und ob Sonderleistungen wie Teeküche oder Aufzug dabei sind. Auch die Lage spielt hinein, denn in Ballungsräumen sind Löhne und Anfahrt höher. Ein seriöser Anbieter macht deshalb eine Begehung vor dem Angebot, statt eine Zahl aus der Ferne zu nennen.
Angebote fair vergleichen
Der häufigste Fehler beim Vergleich ist, unterschiedliche Leistungen nebeneinanderzulegen. Damit die Preise vergleichbar werden, schreibst du allen Anbietern dieselbe Grundlage aus: eine Flächenliste mit Quadratmetern je Raumtyp, die gewünschte Frequenz, die Bodenbeläge und die konkreten Aufgaben pro Einsatz. Verlange ein Leistungsverzeichnis, das auflistet, was wie oft gemacht wird, nicht nur einen Endpreis. Achte darauf, ob Material und Verbrauchsartikel wie Seife und Papier enthalten sind oder extra berechnet werden. Ein günstiger Stundensatz nützt wenig, wenn dafür weniger Stunden angesetzt sind, als das Objekt braucht. Bei uns findest du Anbieter neutral gelistet, denn Bezahlung beeinflusst die Rangfolge nie, du siehst also die echte Auswahl statt bezahlter Platzierungen.
Vertrag und versteckte Kosten
Bei laufender Unterhaltsreinigung sind Verträge über 12 Monate mit einer Kündigungsfrist von oft drei Monaten üblich. Rechne mit einer Preisgleitklausel: steigt der Branchenmindestlohn, darf der Anbieter den Preis anpassen, das ist normal und kein Trick, sollte aber transparent im Vertrag stehen. Frag aktiv nach, was nicht im Pauschalpreis steckt, etwa Grundreinigung, Glasreinigung, Sonderreinigung nach Veranstaltungen oder Verbrauchsmaterial. Klär auch, wie Nachbesserungen und Reklamationen geregelt sind und ob es eine Reaktionszeit gibt. Lies die Klausel zur automatischen Vertragsverlängerung, damit du die Kündigungsfrist nicht verpasst. Ein fairer Anbieter erklärt dir diese Punkte von sich aus, statt sie im Kleingedruckten zu verstecken.

Qualität erkennen: festes Personal und Absicherung
Der Preis ist nur die halbe Miete, entscheidend ist, wer bei dir putzt. Achte auf festes, eigenes Personal statt langer Subunternehmerketten, denn als Auftraggeber haftest du bei Mindestlohnverstößen der Kette mit, das ist ein echtes rechtliches Risiko. Eine Betriebshaftpflicht sollte selbstverständlich sein und idealerweise auch Schäden durch Schlüsselverlust abdecken, gerade wenn die Reinigung Zugang zu deinen Räumen hat. Ein fester Objektleiter als Ansprechpartner sorgt für gleichbleibende Qualität und kurze Wege bei Problemen. Die schon erwähnte Begehung vor dem Angebot ist ein starkes Qualitätssignal, ebenso saubere Dokumentation und Nachweise zu Anmeldung und Versicherung. Bewertungen anderer Auftraggeber helfen dir, die Zuverlässigkeit im Alltag einzuschätzen.
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Häufige Fragen
Der Stundenverrechnungssatz liegt meist zwischen 28 und 45 Euro pro Reinigungskraft. Darin stecken nicht nur der Lohn, sondern auch Material, Anfahrt, Versicherung, Vertretung und Verwaltung. Angebote deutlich darunter sind selten sauber kalkuliert und sollten kritisch geprüft werden.
Als Orientierung zahlst du meist 2 bis 6 Euro pro Quadratmeter Glasfläche. Der Preis hängt von der Erreichbarkeit der Fenster, dem Verschmutzungsgrad und den Rahmen ab. Schwer zugängliche oder sehr hohe Flächen liegen am oberen Ende der Spanne.
Das hängt von der Nutzung ab. Stark frequentierte Büros und Sanitärräume profitieren von täglicher Unterhaltsreinigung, kleinere Teams kommen oft mit zwei bis drei Einsätzen pro Woche aus. Zusätzlich empfiehlt sich ein- bis zweimal im Jahr eine Grundreinigung als Tiefenreinigung.
Die Unterhaltsreinigung ist die laufende Pflege im vereinbarten Rhythmus, also Wischen, Sanitär und Papierkörbe. Die Grundreinigung ist die intensive Tiefenreinigung ein- bis zweimal im Jahr, inklusive Einpflegen der Böden, und wird meist mit 3 bis 6 Euro pro Quadratmeter separat abgerechnet.
Verträge für laufende Unterhaltsreinigung haben oft eine Laufzeit von 12 Monaten mit einer Kündigungsfrist von rund drei Monaten. Üblich ist eine Preisgleitklausel, die den Preis bei steigendem Branchenmindestlohn anpasst. Achte auf die automatische Verlängerung, damit du die Kündigungsfrist nicht verpasst.
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