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Energie & Sanierung

Sanierungsfahrplan

Illustration zum Fachbegriff Sanierungsfahrplan

Ein Sanierungsfahrplan ist ein vom Energieberater erstellter Stufenplan, der zeigt, in welcher Reihenfolge und mit welchen Maßnahmen du ein Gebäude energetisch sanierst.

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein Dokument, das ein Energieberater für dein Gebäude erstellt. Er beschreibt Schritt für Schritt, welche energetischen Maßnahmen sinnvoll sind, in welcher Reihenfolge sie aufeinander aufbauen und was sie ungefähr kosten und einsparen. Statt einzelne Sanierungsschritte zufällig anzugehen, bekommst du damit einen abgestimmten Gesamtplan, der spätere Fehlinvestitionen vermeiden hilft. Grundlage ist eine Bestandsaufnahme des Gebäudes, aus der sich der Ist-Zustand und ein Zielzustand ableiten lassen.

Was drinsteht

Ein Sanierungsfahrplan beginnt mit einer Aufnahme des aktuellen energetischen Zustands: Dämmung, Fenster, Heizung, Lüftung und Verbrauch werden erfasst. Darauf aufbauend legt der Energieberater eine Abfolge einzelner Maßnahmenpakete fest, die technisch und wirtschaftlich aufeinander abgestimmt sind. Zu jedem Schritt gehören als Orientierung Angaben zu den erwarteten Kosten, der möglichen Energieeinsparung und der Wirkung auf den Gebäudezustand. So siehst du, welcher Schritt zuerst kommt und wie sich das Gebäude über die Jahre hinweg verbessert.

Warum die Reihenfolge zählt

Der Kern eines Sanierungsfahrplans ist die sinnvolle Abfolge der Maßnahmen. Wer etwa zuerst die Fassade dämmt und danach erst die Heizung austauscht, kann die neue Heizung passend kleiner und günstiger auslegen. Werden Schritte in falscher Reihenfolge umgesetzt, entstehen leicht doppelte Kosten oder Bauteile, die nicht zueinander passen. Der Fahrplan macht solche Abhängigkeiten sichtbar und hilft dir, planvoll statt stückweise zu sanieren, auch wenn du die Schritte über mehrere Jahre verteilst.

Förderung und Bonus

Die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans wird über die BAFA-Energieberatung für Wohngebäude staatlich gefördert, sodass du nur einen Teil des Beraterhonorars selbst trägst. Setzt du danach einzelne SanierungsMaßnahmen um, kann ein zusätzlicher iSFP-Bonus die Förderung dieser Maßnahmen erhöhen. Die konkreten Fördersätze und Bedingungen ändern sich mit den Förderrichtlinien, deshalb sind Prozentangaben nur als grobe Orientierung zu verstehen. Für den aktuellen Stand prüfst du am besten die Vorgaben von BAFA und KfW oder fragst deinen Energieberater.

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