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Immobilie verkaufen mit oder ohne Makler? Der Vergleich 2026

Abstrakte Grafik zum Vergleich von Immobilienverkauf mit und ohne Makler

Selbst verkaufen und die Provision sparen oder den Profi machen lassen und mehr Preis rausholen? Diese Frage stellt sich jeder, der eine Immobilie verkaufen will. Wir stellen beide Wege ehrlich gegenüber - mit Kosten, Aufwand und den typischen Fallstricken.

Illustration: Der schnelle Überblick: was spricht wofür?

Der schnelle Überblick: was spricht wofür?

Ohne Makler zu verkaufen spart die Provision - beim Verkäuferanteil meist 3 bis 3,57 Prozent des Kaufpreises. Dafür trägst du den kompletten Aufwand selbst: Bewertung, Exposé, Vermarktung, Besichtigungen, Verhandlung und Vertragsvorbereitung. Mit Makler zahlst du die Provision, bekommst dafür Marktkenntnis, ein Netzwerk an Interessenten, professionelle Vermarktung und jemanden, der Verhandlung und Bonitätsprüfung übernimmt. Die ehrliche Faustregel: Wer Zeit, Nerven und Marktkenntnis mitbringt und eine gefragte Immobilie in guter Lage hat, kann privat verkaufen. Wer wenig Zeit hat, ein erklärungsbedürftiges Objekt besitzt oder den Höchstpreis anpeilt, fährt mit Profi oft besser. Vergleiche im Zweifel beide Wege konkret an deinem Objekt.

Grafik zu den Vorteilen des privaten Immobilienverkaufs ohne Makler

Immobilie verkaufen ohne Makler: die Vorteile

Der größte Vorteil ist die gesparte Provision, die bei einem Verkauf für 400.000 Euro schnell 14.000 Euro oder mehr ausmacht. Du behältst außerdem die volle Kontrolle: Du bestimmst Preis, Zeitpunkt und mit wem du sprichst. Bei sehr gefragten Objekten in Ballungsräumen verkaufen sich Wohnungen teils fast von allein, sodass die Maklerleistung weniger ins Gewicht fällt. Auch wer Käufer im eigenen Umfeld hat - etwa an Verwandte oder Nachbarn - braucht selten einen Makler. Voraussetzung ist aber, dass du dich in Bewertung, Recht und Verhandlung einarbeitest. Ein privater Verkauf ist kein Spaziergang, aber bei den richtigen Rahmenbedingungen eine seriöse Option.

Die Risiken beim privaten Verkauf

Der häufigste Fehler beim Verkauf ohne Makler ist ein falscher Preis: Zu hoch angesetzt, bleibt die Immobilie liegen und gilt bald als Ladenhüter; zu niedrig verschenkst du oft mehr als die gesparte Provision. Dazu kommen rechtliche Fallstricke - fehlender oder falscher Energieausweis, unvollständige Angaben oder eine unsaubere Beschreibung können später teuer werden. Auch der Zeitaufwand wird unterschätzt: Anfragen beantworten, Besichtigungstermine koordinieren, unseriöse Interessenten aussortieren und die Bonität prüfen kostet über Wochen viele Stunden. Und in der Verhandlung sitzen dir oft erfahrene Käufer oder deren Makler gegenüber. Wer diese Punkte unterschätzt, spart an der Provision und verliert am Ende beim Preis oder bei der Sicherheit.

Schaubild zu den Leistungen eines Maklers beim Immobilienverkauf

Was ein guter Makler wirklich leistet

Ein guter Makler bringt weit mehr als ein Inserat. Er bewertet die Immobilie marktgerecht, beschafft und prüft alle Unterlagen, erstellt ein professionelles Exposé mit hochwertigen Fotos und Grundrissen und vermarktet über Portale und ein bestehendes Interessentennetzwerk. Er filtert Anfragen, führt Besichtigungen, prüft die Bonität der Käufer und übernimmt die Preisverhandlung - oft mit besserem Ergebnis, weil er den Markt kennt und emotional distanziert bleibt. Bis zum Notartermin begleitet er den kompletten Prozess. Der Mehrwert zeigt sich vor allem bei erklärungsbedürftigen Objekten, unklarer Lage oder wenn du wenig Zeit hast. Entscheidend ist die Qualität: Deshalb solltest du Makler neutral vergleichen und dir zwei bis drei Angebote einholen.

Kostenvergleich: rechnet sich der Makler?

Rechne ehrlich: Bei einem Verkauf für 400.000 Euro kostet der Verkäuferanteil der Provision bei 3,57 Prozent rund 14.280 Euro. Die entscheidende Frage ist, ob ein Makler mindestens diesen Betrag durch einen höheren Verkaufspreis, eine schnellere Vermarktung und geringeres Risiko wieder hereinholt. Studien und Praxis zeigen: Bei erklärungsbedürftigen oder schwer vergleichbaren Objekten erzielen Profis oft spürbar mehr, weil sie den richtigen Preis treffen und mehr passende Interessenten erreichen. Bei sehr gefragten Standardwohnungen in Toplagen ist der Unterschied kleiner. Kalkuliere deshalb objektbezogen und hol dir zur Einordnung eine unabhängige Werteinschätzung. So siehst du schwarz auf weiß, ob sich der Makler bei deinem Objekt rechnet.

So entscheidest du richtig

Geh in drei Schritten vor. Erstens: Lass deine Immobilie realistisch bewerten, damit du eine Preisbasis hast. Zweitens: Schätze ehrlich deine eigenen Ressourcen ein - Zeit, Marktkenntnis, Verhandlungsgeschick und Nerven. Drittens: Vergleiche. Hol dir von zwei bis drei Maklern in deiner Stadt Angebote mit Provision, Vermarktungskonzept und Referenzen und stelle sie dem privaten Weg gegenüber. Viele entscheiden sich nach diesem Vergleich bewusst - egal wofür. Ein unverbindlicher Vergleich kostet dich nichts und verpflichtet zu nichts, gibt dir aber die Fakten für eine gute Entscheidung. Wer erst vergleicht und dann wählt, verkauft entspannter und meist auch besser.

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Häufige Fragen

Das hängt von Objekt und Person ab. Bei einer gefragten Standardimmobilie in guter Lage, wenn du Zeit, Marktkenntnis und Verhandlungsgeschick mitbringst, kann sich der private Verkauf lohnen und die Provision sparen. Bei erklärungsbedürftigen Objekten, unklarer Preisbasis oder wenig Zeit holt ein guter Makler seine Kosten oft durch höheren Preis und geringeres Risiko wieder herein. Am besten bewertest du die Immobilie zuerst und vergleichst dann zwei bis drei Makler mit dem Eigenverkauf.

Du sparst deinen Verkäuferanteil an der Provision, der 2026 meist zwischen 3 und 3,57 Prozent des Kaufpreises plus Mehrwertsteuer liegt. Bei einem Verkaufspreis von 400.000 Euro sind das rund 14.000 Euro. Rechne aber gegen, ob du ohne professionelle Vermarktung denselben Preis erzielst - ein niedrigerer Verkaufspreis kann die gesparte Provision schnell auffressen.

Zentral sind ein gültiger Energieausweis, aktueller Grundbuchauszug, Grundriss und Wohnflächenberechnung sowie bei Wohnungen die Teilungserklärung und Protokolle der Eigentümerversammlungen. Dazu kommen Nachweise über Modernisierungen, Grundsteuerbescheid und je nach Objekt Baubeschreibung oder Lageplan. Fehlen Unterlagen oder sind sie falsch, kann das den Verkauf verzögern oder später Haftung auslösen. Ein Makler beschafft und prüft diese Dokumente, beim Eigenverkauf musst du das selbst übernehmen.

Grundlage ist eine marktgerechte Bewertung anhand von Lage, Größe, Zustand und aktuellen Vergleichspreisen in deiner Umgebung. Reine Online-Rechner liefern nur eine grobe Spanne. Verlässlicher ist eine Einschätzung durch mehrere Profis oder ein Gutachten. Ein zu hoher Preis lässt die Immobilie liegen, ein zu niedriger verschenkt Geld. Deshalb lohnt es sich, mehrere Werteinschätzungen einzuholen und neutral zu vergleichen, bevor du den Preis festlegst.

Ja, das ist jederzeit möglich, solange du keinen bindenden Alleinauftrag abgeschlossen hast. Viele starten privat und schalten einen Makler ein, wenn der Verkauf ins Stocken gerät. Beachte aber, dass eine bereits am Markt sichtbare Immobilie mit unverkauftem Status manchmal schwerer zu vermarkten ist. Ein sauberer Neustart mit professioneller Aufbereitung kann dann helfen. Vergleiche vorab, welcher Makler zu deinem Objekt passt.

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